Watson


♥ Watson ♥ (*20.12.2016)


Watson muss uns verlassen, weil er mit meinem Mann nicht zurechtkommt und es schon zu Übergriffen kam. 

Dieses Verhalten ist mit Sicherheit trainierbar, nur lehnt mein Mann das kategorisch ab, so dass wir (unser 16jähriger Sohn) und ich für Watson eine neue Person für sein sehr anhängliches Hundeherz suchen. Der Bubulu-Dödelhund ist in seinem Leben in Deutschland ausschließlich positiv trainiert worden. Seine Ausbildung ist noch lange nicht beendet, denn er ist mit seinen 70cm Rückenhöhe und 36kg Gewicht kein kleiner Hund und dementsprechend braucht sein Kopf noch etwas Zeit zum Erwachsenwerden. Dennoch macht Watson nichts kaputt, ist stubenrein und kann bis zu vier Stunden (Mehr haben wir nicht probiert, schließlich möchten wir Zeit mit ihm verbringen.) problemlos alleine bleiben. Rituale sind dabei für ihn sehr hilfreich. Watson ist pubertierend und dementsprechend wechselhaft ist sein Verhalten: An einem Tag interessiert er sich kaum für andere Hunde, an manchen Tagen hat man eine hundefressende Maschine am Geschirr. Doch auch diese Maschine lässt sich durch Umorientierung mit den richtigen Leckerchen bestechen. ☺ Auch die Leinenführigkeit ist stark von seiner und unserer Tagesform abhängig. Den Rückruf beherrschen wir mit Watson noch nicht ausreichend, so dass er lediglich in reizarmer Umgebung an der Schleppleine mal fetzen darf (Koppeln o.ä., bei denen mal den vollen Überblick hat) und ansonsten an der Schleppleine seinen 10m-Radius nutzen kann/muss. Katzen und Eichhörnchen findet er leider viel zu toll, auch hier arbeiten wir noch an der Umorientierung. Im Haus sind Katzen für ihn zwar auch sehr interessant, aber solange sie souverän sind, lässt er sie in Ruhe. Insgesamt ist er ein sehr unsicherer Rüde, der leider in seiner Unsicherheit zum Nach-Vorne-Gehen neigt und dementsprechend nichts für Hundeanfänger ist. 

Watsons Ernährung

Watsons Ernährung besteht aus Känguru, Pferd und Fisch und ist ausschließlich mais- und getreidefrei. Er erhält sowohl Nassfutter (morgens 400g mit 5g Grünlippmuschelpulver und 20g HokaMix30) sowie am Abend Trockenfutter (Wolfsblut). Je nach Bewegung erhält er zusätzlich mittags noch eine 400g-Portion.

Gesundheit

 Durch seine durchgestandene Parvovirose-Infektion im Welpenalter hat Watson einen „Reizdarm“: Fünfmal Stuhlgang am Tag sind keine Seltenheit, bei Aufregung wird es schnell dünnflüssig. Parasitärer Befall ist aktuell ausgeschlossen. Er ist gebürtiger Spanier und seinen Mittelmeer-Check hat er erst drei Monate, nachdem er in Deutschland war, erhalten und dieser war negativ. Ansonsten ist Watson komplett durchgeimpft. Seine Floh- und Milbenprophylaxe haben wir nach langem Für und Wider mit Bravecto im Drei-Monats-Rhythmus durchgeführt. Bis jetzt ist Watson nicht körperlich bzw. chirurgisch kastriert, sondern hat lediglich ein Suprelorin- Implantat für 12 Monate im Juli 2018 erhalten. Darunter zeigte sich allerdings keinerlei Veränderung in seinem Verhalten; auch seine Hoden sind unverändert groß, so dass von einer Nichtwirksamkeit des Implantats auszugehen ist. 

was Watson braucht

Wir wünschen uns für Watson liebevolle, an positivem Training interessierte Menschen, die ihn respektvoll durch sein weiteres Leben begleiten und ihn nicht zu einem Wanderpokal werden lassen. Kinder sollten nicht im Haushalt leben, sie sind ihm nicht geheuer. Unser Sohn war 14 Jahre alt, als Watson zu uns kam und die beiden sind toll zusammen. Wie bereits erwähnt, ist er ein sehr unsicherer Hund, der viel Anlehnung braucht, der sich dafür aber auch voll auf seinen Menschen einlässt. Vorzugsweise eine Frau, die mit seiner Kraft zurechtkommt. Denn Männer sind ihm häufig nicht sympathisch. Ob es in seiner Zeit im spanischen Tierheim zu dieser Antipathie kam, ist uns leider nicht bekannt. Er ist ein unfassbar kuscheliger Clown, der seine Menschen liebt und dann und wann im Spiel noch über die Stränge schlägt: Sein Übermut zeigte sich häufig im liebevollen Knibbeln, für das er sich im Anschluss auch sehr ausgiebig durch Abschlecken entschuldigt. Gehirnjogging liebt Watson, dafür darf der Spaziergang auch etwas kürzer ausfallen. Sowohl Such- als auch Knobelspiele sind für ihn Quell großer Freude. Über Hilfe, wenn er bei einem Spiel nicht weiterkommt, freut er sich und versucht das Gezeigte dann umzusetzen. 


Watsons Geschichte

Zu seiner Geschichte: Er wurde mit seiner Schwester Bonnie, mit der wir leider nie Kontakt hatten, in einem spanischen Tierheim bis zu seinem halben Jahresgeburtstag in einem Zwinger gehalten. Seine übrigen Geschwister sind ebenso wie seine Mutter am Parvo-Virus gestorben, er und Bonnie überlebten. Nachdem er ein halbes Jahr alt war, kam er auf eine Pflegestelle und verlebte dort ca. zwei Wochen mit anderen Hunden und auch Katzen. Nach diesen zwei Wochen kam er dann zu uns. Seit ungefähr Mitte des Jahres hat sich bei Watson eine ausgeprägte Aggression gegen unkastrierte Rüden entwickelt bzw. gezeigt. Es kam zu keinen Konfrontationen zwischen ihm und anderen Unkastraten, aber in der Tierarzt-Praxis zeigte sich dieses Verhalten sehr impressiv: Dort hat er die Zähne gefletscht, sich ins Geschirr geschmissen und sehr böse geknurrt und gebellt. Umorientierung funktionierte in der Situation nicht und auch bei Spaziergängen sind ihm andere Rüden ein Dorn im Auge. Unter Einhaltung seiner Individualdistanz ist er aber gut zu managen. Mit Kastraten und Hündinnen hingegen ist Watson gern zusammen und zeigte sich als aufgeschlossener Kerl. Mitunter versteht er die Signale anderer Hunde, die nicht mehr spielen möchten, nicht und dann ist es hilfreich, ihn aus der Situation zu holen. In naher Zukunft ist noch ein Blocktraining bei DogInform geplant, nach dem es sicherlich noch weitere interessante Trainigsansätze geben wird.

Bewerbungen für Watson

Bei ernstgemeintem Interesse senden Sie uns bitte eine Mail an: cordula[at]silent-dogs.de

Wir werden Ihre Bewerbung an Watsons Familie weiterleiten.